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07.2019

UK Gambling Commission sieht Loot-Boxen nicht als Glücksspiel

Von Andrea Weiss
Die UK Gambling Commission hat gerade ihren Standpunkt über Loot-Boxen vor einem Ausschuss bekräftigt, dass diese kein Glücksspiel darstellen.

Gegen Ende des Jahres 2017 wurde der Videospielentwickler Electronic Arts beschuldigt, seine Videospiele mit glücksspielähnlichen Eigenschaften versehen zu haben. Unter Beschuss standen dabei die Loot-Boxen. Dafür wurde das Unternehmen sogar in 2018 von den Gerichten in Belgien angeklagt. Jetzt hat die Glücksspielkommission aus England (UKGC) vor einem ausgewählten Ausschuss des Ministeriums für Digitale Medien, Kultur, Medien und Sport ihren Standpunkt für die Loot-Boxen klargemacht und darüber ausgesagt, dass die Loot-Boxen per Definition kein Glücksspiel sind.

Was sind Loot-Boxen?

Loot-Boxen kommen häufiger in Videospielen vor, vor allem bei Videospielen von Electronic Arts (EA), wie beispielsweise bei FIFA 18 oder Star Wars Battlefront II. Es handelt sich dabei um Kisten, die für echtes Geld gekauft werden können und die dann einen Preis enthalten, der den Spielern vorher nicht bekannt ist. Dabei kann es sich zum Beispiel um zusätzliche Charaktere, Skins oder Waffen handeln. Es gibt einige gewöhnliche Dinge, die häufiger vorkommen und andere, die wiederum recht selten sind. Da die Spieler vorher nicht wissen, was sie kaufen, kann es also ein guter oder ein schlechter Deal sein.

Plünderungskisten in der Welt der Videospiele

Mit Loot-Boxen können Spieler zusätzliche Gegenstände für Videospiele für echtes Geld erwerben, wissen allerdings nicht, was sie bekommen. Unter Umständen kann das ein Problem für Kinder sein.

Regulierungsbehörden äußern ihre Bedenken

Seit Ende des Jahres 2017 haben mehrere Regulierungsbehörden in der Welt ihre Bedenken über die Loot-Boxen geäußert und sie versuchen die Frage zu klären, ob sie als Form von Glücksspiel eingestuft werden sollten oder nicht, und inwiefern sie generell Zugang zu Glücksspiel sind. Der Generaldirektor der UKGC, Neil McArthur, hat nun vor einem Ausschuss des Ministeriums für Digitale Medien, Kultur, Medien und Sport erklärt, dass es zwar Bedenken über die Loot-Boxen gibt, diese anhand der geltenden Rechtslage in England aber nicht als Glücksspiel angesehen werden können. Er verwies dabei auf einige andere Praktiken, die an Glücksspiele erinnern, wie beispielsweise kostenlose Wettbewerbe, die auch nicht als Glücksspiel definiert sind.

Diese Einschätzung des Generaldirektors kommt EA natürlich zugute und unterstützt deren Meinung über die Loot-Boxen. Letzten Monat hat EA seine Loot-Boxen vor dem Ausschuss mit Kinderüberraschungseiern verglichen und entsprechend verharmlost.

Von Andrea Weiss
Von Andrea Weiss - REDAKTION

Glücksspiele haben mich schon immer fasziniert. Mit meinen Brüdern habe ich schon als Kind gerne Poker gespielt, natürlich nicht um Geld, damals waren es Süßigkeiten! Heute spiele ich gerne Poker online, aber auch Spielautomaten gehören zu meinen Lieblingsspielen. Ich habe zuerst Wirtschaft studiert, mich dann aber für eine Karriere im Glücksspiel entschieden. Viel Erfahrung sammelte ich im Kundendienst eines Online Casinos, heute schreibe ich Artikel für FeedBACK Casino und helfe so anderen Spielern.