Schweizer Glücksspiel nimmt laut OMICS International-Studie ab
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10.2019

Rückgang der Spielerzahlen beim Schweizer Glücksspiel

Von Andrea Weiss
Laut einer in 2017 durchgeführten Studie geht die Anzahl Spieler in der Schweiz zurück.

Aus einer vor kurzem veröffentlichten Studie über das Spielverhalten in der Schweiz geht hervor, dass die Einwohner immer seltener spielen. Die Studie wurde von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) und der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde die Studie von dem Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung im Jahr 2017 und befragt wurden dabei 18.832 Personen älter als 15 Jahre.

Einige Zahlen zu der Studie

Die Studie vergleicht die Zahlen von 2017 mit denen von 2007 und 2012. Dabei gaben 16,4% der Personen an mindestens einmal im Monat Glücksspiele zu spielen. Im Vergleich zu den Vorjahren sank die Zahl von 16,9% in 2012 und 18% in 2007. Dass immer weniger Einwohner Glücksspiele spielen, zeigt sich auch in den Zahlen des gesamten Glücksspiels. Dabei gaben 69% der Befragten an, schon einmal Glücksspiele in ihrem Leben gespielt zu haben. Im Vergleich dazu steht 70,6% in 2012, was bezogen auf die Bevölkerung etwa 5 Millionen Einwohner verglichen mit 4,4 Millionen sind.

Jahr der Studie Personen (in Prozent), die mindestens einmal im Monat gespielt haben Personen (in Prozent), die mindestens einmal im Leben gespielt haben
2007 18% -
2012 16,9% 70,6%
2018 16,4% 69%

Die beliebtesten Glücksspiele

Die Umfrage erläutert auch die Frage der beliebtesten Spiele in der Schweiz. Dabei stehen Lotteriespiele mit 48,2% an der Spitze, gefolgt von Gewinnspielen und privaten Spielen mit 14,3%, dann Tischspiele mit 6,7%, Spielautomaten mit 6,7%, Spielhallen mit 5,7% und Sportwetten in der Schweiz mit 4,5%. Bei der Umfrage gaben auch 2,3% der Spieler an auf ausländischen Glücksspiel-Webseiten gespielt zu haben.

Rückgang Schweizer Glücksspiel

Zwischen 2007 und 2017 sank die Anzahl der Spieler, die mindestens einmal im Monat spielen von 18% auf 16,4%.

Die neuen Glückspielgesetze

Die Umfrage fand bereits im Jahr 2017 statt. Mittlerweile hat die Schweiz ihre Glücksspiel-Gesetze geändert und blockiert seit dem 1. Juli ausländische Glücksspiel-Betreiber. Die Sperrlisten wurden dann im September erweitert. Nach Angaben des Berichts gaben etwa zwei Drittel der Befragten an, kein Risiko für zwanghaftes Glücksspiel zu haben. Auf der anderen Seite stehen 0,2% als Risikogruppe, von denen 22,1% bei ausländischen Betreibern spielen.

Das Institut gibt an, dass sich durch die Gesetzesänderung wahrscheinlich die Anzahl der Glücksspielsüchtigen verbessern wird. Durch die neuen Gesetze können nur in der Schweiz basierte Glücksspiel-Anbieter mit landbasierten Casinos auch Online Spiele anbieten. Das soll den Spielerschutz erhöhen und die Umsätze durch Glücksspiel in der Schweiz erhöhen.

Von Andrea Weiss
Von Andrea Weiss - REDAKTION

Glücksspiele haben mich schon immer fasziniert. Mit meinen Brüdern habe ich schon als Kind gerne Poker gespielt, natürlich nicht um Geld, damals waren es Süßigkeiten! Heute spiele ich gerne Poker online, aber auch Spielautomaten gehören zu meinen Lieblingsspielen. Ich habe zuerst Wirtschaft studiert, mich dann aber für eine Karriere im Glücksspiel entschieden. Viel Erfahrung sammelte ich im Kundendienst eines Online Casinos, heute schreibe ich Artikel für FeedBACK Casino und helfe so anderen Spielern.