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07.2019

Französische FDJ soll privatisiert werden

Von Andrea Weiss
Die Regierung Frankreichs möchte ihre Anteile an der FDJ verkaufen und die Lotterie damit privatisieren.

Das französische Glücksspielunternehmen FDJ (Française Des Jeux) ist derzeit zu 72% im Besitz des Staates. Das soll jetzt geändert werden, denn die Regierung möchte das Unternehmen privatisieren und ihren Anteil verkaufen. Das ist auch nicht das erste Mal, dass es so einen Vorschlag gibt, bereits unter Sarkozy und Hollande wurde der Verkauf in Aussicht gestellt.

Ein Verkauf würde hohe Verluste bedeuten

Die Opposition ist gegen einen Verkauf der Lotteriegesellschaft, da die Einnahmen direkt in die Staatskasse fließen und durch einen Verkauf wegfallen würden. Es gehen momentan von jedem €10 Ticket €3,48 direkt in die Staatskasse. Einige Politiker nehmen daher an, dass ein Verkauf mittel- und langfristig zu hohen Verlusten an Steuereinnahmen bedeuten würde.

Neue Möglichkeiten

Für Glücksspielanbieter und Casinobetreiber ist ein Verkauf eine brisante Angelegenheit. Die Glücksspiele der FDJ beschränken sich momentan auf Rubbellose und Lotteriespiele, aber bei einer Privatisierung könnte es durchaus sein, dass eine breitere Auswahl an Glücksspielen angeboten werden kann, was den Wettbewerb in dem bereits geschwächten Markt verstärken würde und die anderen Anbieter mehr Schwierigkeiten haben könnten.

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Zwanghaftes Glücksspiel

Die Privatisierung der FDJ könnte aber nicht nur Auswirkungen auf die anderen Glücksspielanbieter haben, es wird auch angenommen, dass es sich negativ auf die Bevölkerung auswirken könnte, da mehr Menschen abhängig von Glücksspielen werden könnten, wenn mehr Glücksspiele angeboten werden.

Die Privatisierung könnten den Glücksspielanbietern Schwierigkeiten bereiten.

Argumentation der Regierung

Die Regierung hingegen schwächt die Gegenargumente des Verkaufs ab. Laut Aussagen der Regierung könnte der Verkauf von mindestens 50% ihrer Anteile dem Staat Einnahmen von 1 bis 1,5 Milliarden Euro bedeuten, das einen Teil des 10 Milliarden Investitionsplans darstellen würde. Zudem vertreten sie auch die Ansicht, dass die Privatisierung keine negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben wird, sofern ein adäquates Kontrollsystem eingerichtet wird. Dafür soll die Regulierungsbehörde ARJEL mehr Möglichkeiten bekommen.

Wir werden noch etwas warten müssen, bis eine Entscheidung über den Verkauf getroffen wird, werden euch aber auf dem Laufenden halten.

Von Andrea Weiss
Von Andrea Weiss - REDAKTION

Glücksspiele haben mich schon immer fasziniert. Mit meinen Brüdern habe ich schon als Kind gerne Poker gespielt, natürlich nicht um Geld, damals waren es Süßigkeiten! Heute spiele ich gerne Poker online, aber auch Spielautomaten gehören zu meinen Lieblingsspielen. Ich habe zuerst Wirtschaft studiert, mich dann aber für eine Karriere im Glücksspiel entschieden. Viel Erfahrung sammelte ich im Kundendienst eines Online Casinos, heute schreibe ich Artikel für FeedBACK Casino und helfe so anderen Spielern.